Institut für Laboratoriumsmedizin2020-08-28T09:47:38+02:00

Institut für Laboratoriumsmedizin

Institut für Laboratoriumsmedizin | Sankt Gertrauden-Krankenhaus Berlin
Tel. (030) 8272 – 2377
E-Mail kathrin.schlatterer-krauter@sankt-gertrauden.de
Sprechzeiten
Laborarztpraxis
Montag – Freitag
9.00 – 15.00 Uhr
  Das Labor des Sankt Gertrauden-Krankenhauses ist grundsätzlich rund um die Uhr erreichbar.

Bereits im Gründungsjahr des Sankt Gertrauden-Krankenhauses (1930) wurde ein Medizinisch-Diagnostisches Labor eingerichtet. Seitdem wurde das Labor fortlaufend weiterentwickelt, um dem medizinischen Fortschritt Rechnung zu tragen. Im Institut für Laboratoriumsmedizin werden Laboruntersuchungen für alle Abteilungen des Hauses angeboten. An das Institut ist zudem eine Laborarztpraxis angegliedert, die labormedizinische Leistungen für externe Partner erbringt.

Labor | Sankt Gertrauden-Krankenhaus Berlin

N E W S

Chefarzt Prof. Dr. med. Oliver Kaschke

PD Dr. med. Dr. rer. nat Kathrin Schlatterer-Krauter ist Dipl.-Chemikerin und Fachärztin für Laboratoriumsmedizin. Sie absolvierte ein Chemie- und Medizinstudium an der FU Berlin und promovierte 1994 zur Dr. rer. nat. an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg sowie 1995 zur Dr. med. an der Goethe-Universität Frankfurt a.M. Sie ist seit 2001 Fachärztin für Laboratoriumsmedizin und habilitierte 2008 in Laboratoriumsmedizin an der Universität Greifswald. Seit 2008 ist Kathrin Schlatterer-Krauter Chefärztin am Institut für Laboratoriumsmedizin am Sankt Gertrauden-Krankenhaus Berlin.

Sie geht wissenschaftlichen Tätigkeiten am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg, dem Gustav-Embden-Zentrum der Biologischen Chemie Frankfurt a. M., dem Max-Planck-Institut für Psychiatrie München, der Charité Universitätsmedizin Berlin sowie an der Universität Greifswald nach.

Die Ausstattung

Mit einem erfahrenen Team von Medizinisch-Technischen Laboratoriumsassistentinnen und -assistenten, Fachärztinnen und Fachärzten für Laboratoriumsmedizin und Mikrobiologie gewährleistet das Institut für Laboratoriumsmedizin am Sankt Gertrauden-Krankenhaus eine schnelle, qualitativ hochwertige und zuverlässige Diagnostik sowie Beratung der klinischen Kolleginnen und Kollegen.

Die Analysen können mit hochmodernen Analysensystemen bearbeitet werden. Daneben ist bei nicht-automatisierbaren manuellen Spezialuntersuchungen aber auch die hohe Kompetenz und Erfahrung der Mitarbeiterinnern und Mitarbeiter gefordert und eine essentielle Voraussetzung.

Das Leistungsspektrum

Das Institut für Labormedizin bietet den Fachabteilungen des Sankt Gertrauden-Krankenhauses weitreichende Labordienstleistungen an. Zudem ist an das Institut eine Laborarztpraxis angegliedert. Diese versorgt hausinterne Ambulanzen, externe Klinik-Einrichtungen, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie Einzelpersonen mit labormedizinischen Leistungen. Als Facharztpraxis bietet sie neben der Labordiagnostik auch labormedizinische Beratungen für Patientinnen und Patienten an.

Im Download-Bereich dieser Seite steht eine Analysenübersicht bereit, die eine alphabetische Auflistung aller Untersuchungen, die über das Institut für Laboratoriumsmedizin angefordert werden kann, enthält.

Hinweise auf das benötigte Material, etwaige Besonderheiten bei der Probennahme bzw. in der präanalytischen Phase, und Hinweise zur Interpretation sind gesondert gekennzeichnet. Laboruntersuchungen, die nicht selbst durchgeführt und in kooperierende Partnerlabore weiterverschickt werden, sind separat ausgewiesen.

Sollten weitere oder seltene Untersuchungen benötigt werden, vermittelt das Institut für Laboratoriumsmedizin in Berlin Wilmersdorf gern ein speziell qualifiziertes Labor und bietet seine Unterstützung beim Probenversand an.

Schwerpunkte des Instituts für Laboratoriumsmedizin sind:

  • Klinische Chemie
  • Hämatologie und Zytologie
  • Blutdepot und Immunhämatologie
  • Hämostaseologie
  • Infektionsserologie
  • Immunologie
  • Molekularbiologie
  • Mikrobiologie

    In der Laboratoriumsmedizin gibt es keine einzelnen Normalwerte, sondern bestimmte Bereiche, innerhalb derer alle Werte als normal gelten, sogenannte Referenz- oder Normalbereiche.

    Referenz- oder Normalbereiche sind definitionsgemäß solche Bereiche von Laborwerten, die sich bei der überwiegenden Mehrheit von gesunden Personen finden lassen.

    Ziel der Labormedizin ist es, immer mehr Krankheiten mit Hilfe schmerzfreier Methoden wie beispielsweise Bluttests zu erkennen und damit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten maßgebliche Hinweise für die Therapie zu liefern. Bereits heute kann aus einer einzigen Blutprobe eine Vielzahl von Informationen über den aktuellen Gesundheitszustand der Patientin bzw. des Patienten, aber auch über künftige Risiken, gewonnen werden. Mehr als 70 Prozent aller Diagnosen in der Medizin basieren auf labormedizinischen Analysen: Untersuchungen des Urins, des Stuhls, des Blutes oder des Liquors helfen, verschiedene Erkrankungen ohne invasive Verfahren zu diagnostizieren und in Verlauf zu verfolgen.

    Innerhalb der letzten 30 Jahre hat die Labormedizin eine rasante Entwicklung vollzogen. Dies liegt einerseits am rapiden technischen Fortschritt, der zu einer erheblichen Qualitätsverbesserung und gesteigerter Nachweisempfindlichkeit der angewandten Methoden geführt hat. Andererseits ist er auf eine Vielzahl an Entwicklungen neuer diagnostischer Verfahren, besonders auf den Gebieten der immunologischen, zellulären und molekularen Diagnostik, zurückzuführen.

    Bereits heute kann aus einer einzigen Blutprobe eine Vielzahl von Informationen über den aktuellen Gesundheitszustand der Patientin bzw. des Patienten, aber auch über künftige Risiken, gewonnen werden. Dabei verfeinern sich die labordiagnostischen Methoden immer weiter. Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung über die Entstehung von Krankheiten werden in diagnostische Werkzeuge für die klinische Praxis übersetzt. Die Laboratoriumsmedizin stellt damit ein zentrales Bindeglied zwischen naturwissenschaftlich-medizinischer Grundlagenforschung und der klinischen Medizin dar.

    Neben der Erhebung der Krankheitsgeschichte („Anamnese“) von Patientinnen und Patienten, der körperlichen Untersuchung und den bildgebenden diagnostischen Verfahren (Röntgen, Ultraschall, u. a.) spielen Laboruntersuchungen eine entscheidende Rolle in der Vorbeugung, Erkennung und der Behandlung von Krankheiten. Durch sie erhalten die behandelnden Ärztinnen und Ärzte wesentliche Informationen für das weitere diagnostische und therapeutische Vorgehen.

    Der Stellenwert der Labormedizin wird darin deutlich, dass sie sich statistisch gesehen bei ca. 2/3 der Patientinnen und Patienten als für die Diagnosestellung wegweisend erweist. Die Kosten der Labormedizin betragen je nach Einsatzbereich zwischen 3 bis 5 Prozent des Gesundheitsbudgets, leisten aber, wie obige Zahlen belegen, einen entscheidenden Beitrag zur Steuerung und Ressourcennutzung im Gesundheitssystem.

    Die Ziele der labormedizinischen Untersuchungen sind:

    • Erkennung bzw. Ausschluss von Erkrankungen
    • Erfolgskontrolle einer bereits eingeleiteten Therapie
    • frühzeitiges Erkennen von drohenden unbeabsichtigten Nebenwirkungen der Therapie
    • Erfassung von Risikofaktoren für das Entstehen bestimmter Erkrankungen (z. B. Arteriosklerose oder Thrombose)

    Im Zentrallabor des Sankt Gertrauden-Krankenhauses und in der Laborarztpraxis in Berlin Wilmersdorf hat sich in allen Bereichen ein Qualitätsmanagementsystem etabliert, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Durch die Festlegung aller Arbeitsabläufe, von Entnahme und Eingang des Untersuchungsguts bis zum Befundtransfer, wurden Qualitätsstandards definiert, deren Grundlage DIN-Normen, nationale und internationale Richtlinien sowie Empfehlungen der Fachgesellschaften sind.

    Die interne Qualitätssicherung wird nach den Richtlinien der Bundesärztekammer 2008 (RiLiBÄK 2008) durchgeführt und durch das Landesamt für Eich- und Messwesen unabhängig überprüft. Zur externen Qualitätssicherung nimmt das Labor an zahlreichen Ringversuchen von INSTAND e.V., der Deutschen Vereinten Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e. V. (DGKL) sowie anderer Organisationen teil. Die Qualitätspolitik des Instituts für Laboratoriumsmedizin in Berlin Wilmersdorf zielt darauf ab, Qualität auf höchstem Niveau zu erbringen. Die ständige Weiterbildung des Personals durch regelmäßige interne und externe Fortbildungsveranstaltungen führt dazu, dass moderne Erkenntnisse der analytisch-methodischen Entwicklungen weitervermittelt und in der Diagnostik des Zentrallabors sowie der Laborarztpraxis umgesetzt werden.

    Weitere Informationen und Dokumente finden Sie in unserem Download-Bereich.

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