Patienten haben in der Regel nicht nur großen Respekt vor der Operation, der sie sich unterziehen müssen, oft ist die Angst vor den mit der Operation verbundenen Schmerzen mindestens gleich groß. Das muss nicht sein. Dass kein Patient nach einem operativen Eingriff unnötige Schmerzen leiden muss, dafür haben wir den Beweis angetreten. Unser Haus erhielt im November 2007 das TÜV-Zertifikat für die Akutschmerz-Therapie verliehen. Der TÜV Rheinland attestiert dem Haus damit, vor, während und nach einer Operation alles zu tun, damit die Patienten möglichst wenig durch Schmerzen belastet werden. Unser Krankenhaus war eine der ersten Kliniken bundesweit, die mit diesem TÜV-Zertifikat ausgezeichnet worden ist.
Alle Patienten werden vor der Operation über die Möglichkeiten der postoperativen Schmerzmessung und -therapie aufgeklärt. Die Narkoseverfahren werden vor einem Eingriff so festgelegt, dass Schmerzen möglichst gering gehalten oder ganz vermieden werden. Und wenn nach dem Eingriff Schmerzen auftreten, dann sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – so genannte Pain-Nurses oder Schmerzmentoren – auf den Stationen speziell dazu ausgebildet, nach festgelegten Standards Schmerzen schnellstmöglich behandeln zu können. Unser Konzept beinhaltet auch einen Akutschmerzdienst: hier werden bestimmte Patientengruppen 2 mal pro Tag durch speziell geschulte Mitarbeiter (Ärzte und/oder Pain-Nurses) visitiert. Eingebunden in das Projekt sind die Abteilungen für Anästhesie, Intensiv und Schmerztherapie, die Gynäkologie und Geburtshilfe, die Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie, die Abteilung für Allgemeinchirurgie, die HNO und Plastische Chirurgie und die Abteilung für Neurochirurgie.