Dem Kopfschmerz den Kampf ansagen. Kopfschmerzpatienten fragen - Experten antworten
29.09.2008
Eine Informationsveranstaltung der deutschen Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft (DMKG) zu Kopfschmerzen mit Experten aus Berlin und dem Bundesgebiet findet im Rahmen des Deutschen Schmerzkongresses am 11.10.2008 von 10 – 12 Uhr im Tagungszentrum des Sankt Gertrauden Krankenhauses Berlin statt.
Migräne und Co. werden immer häufiger. Die neue Studie der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) bringt es an den Tag: Jede zweite Frau und jeder fünfte Mann klagen mehr als ein Mal im Monat über Kopfschmerzen. Bei 70% aller Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen ist der Kopf betroffen. Kopfschmerzen treten aber auch gerne im Huckepack mit anderen Erkrankungen auf. So sind Angststörungen, Depression und Herzerkrankungen nur einige der Krankheitsbilder, die Kopfschmerzen chronisch werden lassen oder schwerwiegende Folgen bis hin zu einem Schlaganfall für die Betroffenen haben können. Die Mehrzahl der Patienten versucht immer noch ihre Kopfschmerzen selbst in den Griff zu bekommen. Eine fatale Fehlentscheidung! Wer durchschnittlich mehr als fünfmal im Monat Kopfschmerzen hat, muss zum Arzt.
„Wenn ich gewusst hätte, dass es Kopfschmerzzentren gibt, die die Ursachen meiner Kopfschmerzen abklären, dann hätte ich mir viel Leid ersparen können“, so Martha L., die seit 30 Jahren an einer Migräne leidet. Für Kopfschmerzpatienten ist ein standardisiertes Vorgehen sehr wichtig, das alle Begleiterkrankungen erfasst und behandelt. Wie neue Studien zeigen hat es große Vorteile, wenn Kopfschmerzexperten zusammen mit Fachärzten, Psychologen, Verhaltens- und Physiotherapeuten gemeinsam die Kopfschmerzerkrankung diagnostizieren und danach die Weiterbehandlung mit in der Kopfschmerztherapie erfahrenen niedergelassenen Ärzten fortgeführt wird. Bei 70% der behandelten Patienten sinkt dabei die Zahl der Kopfschmerztage mindestens um die Hälfte. Die Patienten erlernen, wie sie selbst Einfluss auf die Kopfschmerzen nehmen können.
„Der Kopfschmerzpatient wird zum Manager seiner eigenen Kopfschmerzerkrankung.“, so Priv.-Doz. Dr. Thomas-Martin Wallasch aus dem Kopf-Schmerzzentrum am Sankt Gertrauden Krankenhaus Berlin. So kann die Anzahl der Tabletteneinnahmen innerhalb eines Jahres um 80 % gesenkt werden. Über die neuesten Behandlungsmethoden und Erkenntnisse der Medizin zum Thema Kopfschmerz können sich Betroffene auf der Veranstaltung am 11. Oktober informieren. Anschließend beantworten die Experten Fragen der Teilnehmer.
Kopfschmerzzentrum am Sankt Gertrauden-Krankenhaus
Anmeldung: Montag bis Freitag 10:00 - 12:00 Uhr
Telefon: 030-8272-2194
kopf-schmerzentrum.berlin@sankt-gertrauden.de
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8:00 - 18:00 Uhr
Kontakt für die Presse:
Regionalbeauftragter der DMKG für Berlin / Brandenburg Herr Priv.-Doz. Dr. Thomas-Martin Wallasch 030-8272-2190
Herr Schülke, Geschäftsführer: 030-8272-2460/2474
Frau Ilte, Öffentlichkeitsarbeit: 030-8272-2717